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Den Drohungen und der Gewalt zum Trotz: Wie Chiapas weiter ein Ort der Utopie bleibt

Die aggressive Politik Donald Trumps gegenüber Lateinamerika verschärft auch in Mexiko bestehende Gewaltverhältnisse. Nach der Militärintervention in Venezuela droht er nun mit einem Bodeneinsatz in Mexiko zur vermeintlichen Bekämpfung der Drogenkartelle. Allein die Drohkulisse hat bereits innenpolitische und wirtschaftliche Auswirkungen auf das Land – bis hinein in den südmexikanischen Bundesstaat Chiapas.

Von einer Eindämmung der organisierten Kriminalität ist jedoch wenig zu spüren. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass die Militarisierung, der Einfluss bewaffneter Akteure und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, besonders in indigenen und autonomen Regionen ansteigen werden.

Trotz dieser Erschütterungen ist Chiapas weiterhin ein zentraler Bezugspunkt internationaler Solidarität und gelebter Utopien. Vor allem die zapatistische Bewegung bleibt ein Hoffnungsträger vieler linker Bewegungen weltweit. Mit dem Bau eines großen Krankenhauses und ihrem Aufruf, sich auf den „Tag danach“ – die Zeit nach einem möglichen Zusammenbruch des Systems – vorzubereiten, lädt sie dazu ein, über die aktuelle Krise hinaus zu denken. Gleichzeitig eröffnet sie Räume, um kollektive Perspektiven und Strategien für kommende Kämpfe zu entwickeln.

Als Referentin wird Anne Haas sprechen. Sie hat fünf Jahre in Chiapas zu den Themen Sicherheit und Solidarität gearbeitet und publiziert regelmäßig zu dem Menschenrechtsthemen in Mexiko. Sie ist Mitglied der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko und seit 2008 ist aktiv bei CAREA e.V..

Moderation: Daniella Gaub (Mitglied im Arbeitskreis Internationale Politik und Politische Theorie des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung)

Die Räumlichkeiten des Bildungswerks sind leider nur bedingt für Rollstuhlfahrer*innen nutzbar: Es gibt einen Aufzug (mit den Maßen 125 cm x 70 cm). Allerdings besteht eine Kante von knapp 5 cm, um in die Räumlichkeiten zu gelangen. Es gibt keine barrierefreien Toiletten. Wir entschuldigen uns für die Umstände. Zurzeit sehen wir uns leider finanziell nicht in der Lage, den Altbau entsprechend zu sanieren.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung erforderlich. Die Veranstaltung ist in deutscher Lautsprache und findet in Kooperation mit CAREA e.V. statt.

Die Veranstaltung wird von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

https://politcal.de/event/den-drohungen-und-der-gewalt-zum-trotz-wie-chiapas-weiter-ein-ort-der-utopie-bleibt

Veranstaltung: Geht da noch was Internationalismus? – zapatistische Selbstverwaltung unter Beschuss

08.02.26 (So)
Veranstaltung im Centro Sociale
Kaffee & Kuchen ab 15h
Podiumsdiskussion ab 16h
Sternstr. 2, 20357 Hamburg

Eingeladen sind Aktivist*innen aus verschiedenen Solidaritätsstrukturen mit
den Zapatistas in Chiapas, Mexiko. u.a. der Gruppe B.A.S.T.A. (Münster) und der Recherche AG (deinebahn.com).
Habrá traducción al español.

„Gerechtigkeit von unten kann nur mit Erinnerung, Rebellion und Organisation erreicht werden“

Aufruf zu den nationalen und internationalen Aktionstagen

Gerechtigkeit für Samir und Selbstbestimmung für die Völker

„Gerechtigkeit von unten kann nur mit Erinnerung, Rebellion und Organisation erreicht werden”

An die Völker, Organisationen, Kollektive, Gruppen, Künstler*innen, Akademiker*innen, Feministinnen, Angehörige von Verschwundenen und Ermordeten, Angehörigen politischer Gefangener und allen Einzelnen und Kollektiven, sich am 19., 20., 21. und 22. Februar zu den nationalen und internationalen Konferenzen „Gerechtigkeit für Samir und Selbstbestimmung für die Völker” zu versammeln, die in jedem ihrer Gebiete stattfinden werden und für die wir folgende gemeinsame Agenda vorschlagen:

19. Februar. Um unsere Toten, Verschwundenen und zu Unrecht Inhaftierten zu benennen und gemeinsam gegen das System der Ungerechtigkeit zu protestieren, dem sie uns unterwerfen wollen.

20. Februar. Um mit Leben und Würde unseres Genossen Samir Flores Soberanes zu gedenken. Wir rufen dazu auf, künstlerische und gemeinschaftliche Wandbilder zu gestalten, Lieder zu singen, kulturelle Veranstaltungen, Aktionen, Propaganda und Aufklärungsarbeit darüber zu machen, wer Samir war und wofür die Völker des Vulkans, Mexikos und der Welt kämpfen.

21. und 22. Februar. Um die Megaprojekte anzuprangern und Aktionen zur Verteidigung des Lebens durchzuführen.

Wir laden Sie ein, diesen Aufruf zu unterzeichnen und Ihre Aktivitäten bis zum 10. Februar per E-Mail an cnicomunicacion@gmail.com zu melden, damit sie gemeinsam verbreitet werden können.

Kompletter Aufruf auf spanisch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2026/01/19/convocatoria-a-las-jornadas-nacionales-e-internacionales-justicia-para-samir-y-autodeterminacion-para-los-pueblos-del-19-al-22-de-febrero-de-2026/

Ecuador Solischicht Di, 11.11. im Cafe Knallhart Hamburg

In Ecuador hat sich in den letzten Wochen eine der längsten Protestwellen der Geschichte entwickelt, ausgelöst durch die Abschaffung des Diesel-Subventions. Das führt zu hohen Benzinpreisen und hat viele indigene Gemeinschaften, Bauern und Menschen im ganzen Land schwer getroffen. 
Der rechte Präsident und seine Regierung, die zunehmend als narco-gestützte Diktatur gesehen wird, unterdrückt die Widerstandsbewegungen der indigenen Bevölkerung massiv – mit Gewalt, Repressionen und Festnahmen. 
Viele Menschen wurden während der Proteste verletzt oder sind direkt von der Gewalt betroffen. Besonders die indigenen Gruppen, die für ihre Rechte und gegen die Missstände kämpfen, erleben harte Repressionen. Es ist eine schwere Zeit für alle Betroffenen, und wir möchten helfen. 
Deshalb unterstützen wir diese Spendenaktion: Am Dienstag, der 11.11.2025 verkaufenwir  Kaffee aus der Siebträgermaschine, sowie vegetarische und vegane Kuchen – alles gegen eine Spende. Mit eurem Beitrag können wir direkte Hilfe leisten, z.B. für medizinische Nothilfen, Operationen oder Unterstützung bei Todesfällen. 
Kommt vorbei, trinkt einen frisch gebrühten Kaffee, esst Kuchen und unterstützt diese wichtige Sache! Eure Spenden gehen direkt an die Betroffenen in Ecuador. Hier könnt ihr spenden: https://www.paypal.com/pool/9jkOOgj4qk