Schlagwort-Archiv: Mexiko

Ein Tor gegen das Vergessen!

Auszug aus einer Erklärung des Netzwerks „Europa Zapatista“ angesichts der Weltmeisterschaft der Ausbeutung und Gewalt in Mexiko

Am 11. Juni dieses Jahres: das große Fest! Der Fußball!

Die FIFA wird empfangen, und dafür wurden zahlreiche Familien aus ihren Wohnungen vertrieben, die Stadt von Obdachlosen und Straßenhändlern gesäubert

Die Regierung versucht, ein erstklassiges Mexiko zu präsentieren: ohne Arme, ohne Vertriebene, ohne Verschwundene, ohne Feminizide, ohne Massaker, ohne geheime Massengräber

Von unseren Territorien im ungehorsamen Europa aus lehnen wir die Welle der Gewalt, die gegen indigene Gemeinschaften in verschiedenen Regionen des Landes namens Mexiko entfesselt wurde, entschieden ab (…)

Netzwerk Europa Zapatista

https://www.instagram.com/p/DZhjbQ0jFJ_/?img_index=1

Auszug aus einem Comunicado der EZLN:
„Ein Gemeinschaftstraktor und der Fall des verrückten Papageien IV.- Lieben und Entlieben, dem Fußball gemäß.
(…)

Kollektive der Mütter Sucherinnen konfrontieren nun die Farce einer von Cola, Snacks und alkoholischen Getränken gesponserten Weltmeisterschaft mit einer grausamen Realität – sowie eine trumpistische FIFA, die beabsichtigt Unterricht in Moral und gute Manieren zu geben. Über Werbung und Spieler-Fotos gesetzt klagen die Sucherinnen mit den Fotos ihrer Vermissten an – wie auch die Realität sich durchsetzt gegen die virtuelle Welt eines Cola-Getränks, welches die morgendlichen Pressekonferenzen sponsert.

Das Kollektiv der Sexta »Die bewusste Anhängerschaft ist ebenfalls da« wird – falls sie es schaffen, auf die Tribüne zu gelangen (was schwierig ist: Die Preise sind für jedes mittlere Einkommen unerschwinglich, geschweige denn für diejenigen, die von Tag zu Tag leben) – ein Transparent mit einer Frage entrollen, die eine gesamtgesellschaftliche Diagnose darstellt:

»WO SIND SIE?«.

Eine Frage, die gleichermaßen dazu dient, nach den Verschwundenen zu fragen, Behörden und Medien zu hinterfragen, wie auch den Verbleib der althergebrachten Begriffe von »Scham«, »Würde«, »Wahrheit« und »Gerechtigkeit« zu befragen.

Der Fußball, wie fast alles, wird heute zwischen Verbrechen und Widerstand, zwischen Autoritarismus und Rebellion, zwischen Geschäft und Spiel, zwischen Barbarei und Gutherzigkeit debattiert. (…)“

Zum vollständigen Comunicado:
https://www.ya-basta-netz.org/ein-gemeinschaftstraktor-und-der-fall-des-verrueckten-papageien-iv/

Quelle: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2026/05/24/un-tractor-en-comun-y-el-caso-del-perico-loco-iv-el-amor-y-el-desamor-segun-el-futbol/

Soli Kaffeestand für das Junax in Mexiko

Kaffee Spezialitäten draußen vor dem Kaffee Knallhart in Solidarität mit dem Junax in Mexiko (Chiapas). Freiwillige, die Menschenrechte Beobachtung bei den Zapatistas machen finden dort eine günstige Unterkunft.

Soli Kaffee Stand Knallhart im Mai

Aufgrund von Gentrifizierung und steigender Miete hat das Junax https://junax.org.mx/ in San Christobal de las Casas in Mexiko (Chiapas) finanzielle Probleme.

Ihr könnt leckeren Kaffee genießen und mehr über die Zapatistas und Menschenrechts Beobachtung in Mexiko erfahren.

Supportet von Kaffeekollektiv la gota negra und girahh

https://girahh.noblogs.org

BUKO-Workshop: KI & Arbeit im kolonialen Verhältnis

BUKO-Workshop: KI & Arbeit im kolonialen Verhältnis

09.05.2026 · 17:00 – 19:30 · Centro Sociale, Hamburg

Quelle: https://www.buko.info/aktuelles/artikel/workshop-ki-arbeit-im-kolonialen-verhaeltnis-2205?tx_news_pi1%5Bday%5D=9&tx_news_pi1%5Bmonth%5D=05&tx_news_pi1%5Byear%5D=2026&cHash=07f585f92dc20928d6f08cc490683552

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Den Drohungen und der Gewalt zum Trotz: Wie Chiapas weiter ein Ort der Utopie bleibt

Die aggressive Politik Donald Trumps gegenüber Lateinamerika verschärft auch in Mexiko bestehende Gewaltverhältnisse. Nach der Militärintervention in Venezuela droht er nun mit einem Bodeneinsatz in Mexiko zur vermeintlichen Bekämpfung der Drogenkartelle. Allein die Drohkulisse hat bereits innenpolitische und wirtschaftliche Auswirkungen auf das Land – bis hinein in den südmexikanischen Bundesstaat Chiapas.

Von einer Eindämmung der organisierten Kriminalität ist jedoch wenig zu spüren. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass die Militarisierung, der Einfluss bewaffneter Akteure und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, besonders in indigenen und autonomen Regionen ansteigen werden.

Trotz dieser Erschütterungen ist Chiapas weiterhin ein zentraler Bezugspunkt internationaler Solidarität und gelebter Utopien. Vor allem die zapatistische Bewegung bleibt ein Hoffnungsträger vieler linker Bewegungen weltweit. Mit dem Bau eines großen Krankenhauses und ihrem Aufruf, sich auf den „Tag danach“ – die Zeit nach einem möglichen Zusammenbruch des Systems – vorzubereiten, lädt sie dazu ein, über die aktuelle Krise hinaus zu denken. Gleichzeitig eröffnet sie Räume, um kollektive Perspektiven und Strategien für kommende Kämpfe zu entwickeln.

Als Referentin wird Anne Haas sprechen. Sie hat fünf Jahre in Chiapas zu den Themen Sicherheit und Solidarität gearbeitet und publiziert regelmäßig zu dem Menschenrechtsthemen in Mexiko. Sie ist Mitglied der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko und seit 2008 ist aktiv bei CAREA e.V..

Moderation: Daniella Gaub (Mitglied im Arbeitskreis Internationale Politik und Politische Theorie des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung)

Die Räumlichkeiten des Bildungswerks sind leider nur bedingt für Rollstuhlfahrer*innen nutzbar: Es gibt einen Aufzug (mit den Maßen 125 cm x 70 cm). Allerdings besteht eine Kante von knapp 5 cm, um in die Räumlichkeiten zu gelangen. Es gibt keine barrierefreien Toiletten. Wir entschuldigen uns für die Umstände. Zurzeit sehen wir uns leider finanziell nicht in der Lage, den Altbau entsprechend zu sanieren.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung erforderlich. Die Veranstaltung ist in deutscher Lautsprache und findet in Kooperation mit CAREA e.V. statt.

Die Veranstaltung wird von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung gefördert.

https://politcal.de/event/den-drohungen-und-der-gewalt-zum-trotz-wie-chiapas-weiter-ein-ort-der-utopie-bleibt